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Detectalia
Falschgeld erkennen

Falschgeld erkennen: So prüfen Sie jeden Schein

Aktualisiert am 1. September 2026 · Vom technischen Team von Detectalia

Auf die 20- und 50-Euro-Scheine entfallen rund 80 % aller Euro-Fälschungen. Die gute Nachricht: Jede echte Banknote trägt Sicherheitsmerkmale, die sich in Sekunden prüfen lassen — mit der offiziellen Methode von Bundesbank und Eurosystem: Fühlen, Sehen, Kippen.

Fühlen: das Relief der Banknote

Euro-Banknoten bestehen zu 100 % aus Baumwolle: Das Papier ist griffig und fest, nicht weich oder wachsartig wie gewöhnliches Papier. Fahren Sie mit dem Finger über den Rand: Auf der Vorderseite spüren Sie erhabene Linien, ebenso am Hauptmotiv, an den großen Buchstaben und an der Wertzahl. Die meisten „Blüten“ sind auf normales Papier gedruckt und verlieren diesen Fühltest sofort.

Sehen: gegen das Licht

Halten Sie den Schein gegen das Licht und prüfen Sie drei Merkmale: das Wasserzeichen mit dem Porträt der Europa und der Wertzahl, den Sicherheitsfaden — eine dunkle Linie quer durch die Banknote mit dem Wort „EURO“ und dem Wert — und bei der Europa-Serie das Porträt-Fenster im oberen Teil des Hologramms, das durchsichtig wird.

Kippen: Hologramm und Smaragdzahl

Beim Kippen zeigt der Hologrammstreifen oder das Hologrammfeld abwechselnd die Wertzahl, das €-Symbol und das Porträt der Europa. Vorne links unten wechselt die glänzende Zahl — die „Smaragdzahl“ — von Smaragdgrün zu Dunkelblau, mit einem Lichtbalken, der über die Ziffer wandert. Kein Kopierer gibt beide Effekte gleichzeitig wieder.

Wenn das Auge nicht ausreicht

Fühlen – Sehen – Kippen funktioniert, verlangt aber Aufmerksamkeit, Licht und Zeit — genau das, was an einer Kasse mit Warteschlange fehlt. Fälschungen mittlerer Qualität überstehen einen flüchtigen Blick, und niemand kann bei jedem Kassiervorgang drei Sicherheitsmerkmale kontrollieren.

Deshalb übertragen Geschäfte mit Bargeldvolumen die Prüfung einem automatischen Geldscheinprüfer: Er analysiert Infrarot-, UV- und Magnetfarben, den Metallfaden, Format und Dicke in einer halben Sekunde — und entscheidet selbst, ohne Interpretation durch das Kassenpersonal. Geräte, die den Test der Europäischen Zentralbank mit echten Fälschungen bestehen, stehen auf deren öffentlicher Liste getesteter Geräte; auch die Deutsche Bundesbank prüft Prüfgeräte mit realen Fälschungen aus dem Umlauf.

Häufige Fragen

Welche Banknoten werden am häufigsten gefälscht?

Die 20- und 50-Euro-Scheine: Zusammen machen sie rund 80 % der im Euroraum sichergestellten Fälschungen aus, so die Daten der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank.

Reicht eine Smartphone-App, um Geldscheine zu prüfen?

Apps helfen, die Sicherheitsmerkmale kennenzulernen, analysieren aber weder Magnet- noch Infrarotfarben: Sie ersetzen weder die vollständige manuelle Prüfung noch ein getestetes Falschgeldprüfgerät.

Kann ein alter oder abgenutzter Schein falsch wirken?

Ja. Bei stark abgenutzten echten Banknoten sind manche Merkmale schwer zu erkennen. Im Zweifel können Sie den Schein bei einer Filiale der Deutschen Bundesbank zur Prüfung einreichen: Ist er echt, wird der Betrag erstattet.