Zum Inhalt springen
Detectalia
Offizielle Zahlen

Falschgeld im Umlauf: die Zahlen

Aktualisiert am 1. September 2026 · Vom technischen Team von Detectalia

Wie viel Falschgeld ist wirklich im Umlauf? Die offiziellen Zahlen der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank zeigen ein anteilig geringes Risiko — das sich aber stark auf die Stückelungen konzentriert, die im Handel am häufigsten über den Tresen gehen.

Die Zahlen für 2025

Die Deutsche Bundesbank registrierte 2025 in Deutschland rund 68.000 falsche Banknoten — 6,1 % weniger als im Vorjahr, mit einem Schaden von etwa 4 Millionen Euro. Im gesamten Euroraum zog das Eurosystem laut der EZB-Mitteilung vom Februar 2026 rund 444.000 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr, ein Rückgang um 20 %: Das entspricht etwa 14 Fälschungen je eine Million echter Banknoten im Umlauf — einer der niedrigsten Werte in der Geschichte des Euro.

Der 20er und der 50er tragen das Risiko

Rund 80 % der Fälschungen entfallen auf die 20-€- und 50-€-Scheine — genau die Stückelungen, die am häufigsten durch die Kassen von Einzelhandel und Gastronomie laufen. Fälscher suchen die Balance zwischen Wert und Misstrauen: Ein 200-€-Schein wird geprüft, ein 20er fast nie.

Der zweite Trend, auf den die Zentralbanken hinweisen, ist der wachsende Anteil einfacher Fälschungen — simple Drucke bis hin zu „Movie Money“ —, die nicht durch Perfektion durchkommen, sondern weil im Moment des Kassierens niemand auf den Schein schaut. Daneben kursieren auch falsche Münzen, vor allem 2-€-Stücke.

Was das für Ihr Geschäft bedeutet

Die richtige Lesart eines geringen, aber konzentrierten Risikos: Für eine Privatperson ist die Wahrscheinlichkeit, in einem Jahr auf Falschgeld zu stoßen, klein — für ein Geschäft, das jede Woche Hunderte 20er und 50er annimmt, ist sie real. Ob Einzelhandel, Gastronomie, Kiosk, Bäckerei, Tankstelle oder Wochenmarkt: Da der angenommene falsche Schein nicht erstattet wird, ist die Rechnung einfach — der mögliche Verlust weniger Scheine übersteigt den Preis eines Geldscheinprüfers.

Der Befund zu den einfachen Fälschungen zeigt in dieselbe Richtung: Es braucht keine perfekten „Blüten“, wo gar nicht geprüft wird. Es genügt, dass geprüft wird — automatisch und im Moment des Kassierens —, damit keine Variante, ob gut oder schlecht gemacht, in die Kasse gelangt.

Häufige Fragen

Woher stammen diese Zahlen?

Aus der Falschgeldstatistik der Deutschen Bundesbank für Deutschland und den halbjährlichen Fälschungsstatistiken der Europäischen Zentralbank, erhoben anhand der im gesamten Euroraum aus dem Verkehr gezogenen Fälschungen.

Wenn es weniger Fälschungen gibt — braucht es dann noch ein Prüfgerät?

Die Gesamtzahl sinkt, aber das Risiko des Handels konzentriert sich auf die 20er und 50er, die er täglich annimmt — und der Verlust je angenommenem Schein wird nicht ersetzt. Die automatische Prüfung ist eine Versicherung, deren Kosten sich mit den ersten abgewiesenen Scheinen amortisieren.

Sind auch falsche Münzen im Umlauf?

Ja, vor allem 2-€-Münzen. Münzzähler und Münzsortierer helfen, auffällige Stücke beim Verarbeiten des Wechselgelds zu erkennen.